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Ein kuscheliges Weltbild




„Die Suche nach fremder Intelligenz ist immer die Suche nach der eigenen.“
(Carl Sagan, Astronom und Autor)



Unser gängiges Weltbild ist eine echte Männermarke: Das fängt schon mit der Schöpfungsgeschichte in der Bibel an („und der Herr sprach...“) *, und geht dann in der Neuzeit weiter mit den Gelehrten Kopernikus, Newton, Einstein, Hawking ** (u.v.a.) – bis hin zum Vater-und-Sohn-Thema in den „Krieg der Sterne“-Kinofilmen von heute.
Ob diese Sicht allerdings auch alle anderen Lebewesen auf der Erde mit uns teilen?

Warum sollte der Kosmos eigentlich nicht wie das Meer ein riesiger Lebensraum sein?
Immerhin ist er als ständiger Himmelshintergrund sowieso ein Teil unserer natürlichen Umwelt, und wir sind auch jeden Tag Augenzeuge eines friedvollen und immerwährenden Schauspiels von Werden und Vergehen der Himmelskörper Sonne, Mond und Sterne.
Außerdem ist uns da draußen doch so einiges seltsam vertraut. 3 Beispiele dafür: Die Planeten, Kometen usw. in unserem Sonnensystem umkreisen alle die Sonne im Zentrum - wie bei uns die Kinder ihre Mutter umkreisen, Spiralgalaxien wie die Milchstraße sehen aus wie Hurrikans von oben und „Emissionsnebel“ wie der Orionnebel haben im Grunde die gleiche Funktion wie die „Schwarzen Raucher“ am Grund der Tiefsee – beides sind nämlich Geburtsstätten (die einen von Sternen, die anderen vom irdischen Leben) **.
Sind darum etwa die Himmelskörper die wahren „Außerirdischen“? Dass zumindest Planeten eine Lebensform sind, deutet die recht populäre „Gaia-Hypothese“ der Wissenschaftler Lynn Margulis und James Lovelock an, in der die Erde als ein lebender Organismus angesehen wird **. Schließlich bestehen sie ja genauso aus Sternenstaub wie wir...





* siehe das erste Buch Mose (Genesis), Kapitel 1

** siehe z.B. Wikipedia